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Der Mythos Tignanello 2001

Tignanello ! wie oft hört man diesen Namen. Eine Ikone der Weinwelt. Begehrt, verehrt und gerne verzehrt.

Erfunden wurde dieser erste Supertoskaner von Marchese Antinori, der mit seinem Önologen Giacomo Tachis 1970 erstmalig einen toskanischen Rotwein auf den Markt brachte, der aus einer heute 54ha grossen Einzellage im Chianti classico stammt, die Einzellage mit dem Namen Tignanello.

Sie liegt in der Gemeinde Santa Cristina im Val di Pesa. Der Erfolg war anfangs enttäuschend, daher ging Antinori im darauf folgenden Jahrgang einen anderen Weg: Dieser bestand aus 100% Sangiovese und reifte in Barriques. 

Da er nicht den Regeln des Konsortiums entsprach (er enthielt nicht den damals vorgeschriebenen Anteil an Weissweinen der Rebsorten Trebbiano und Malvasia) brachte er ihn als Vino di Tavola auf den Markt - nicht als Chianti classico - stattdessen setzte er in Grossbuchstaben TIGNANELLO auf das Etikett.

Der Erfolg war sensationell. In den USA wurde dieser Wein als Supertuscan gefeiert. Ausserdem konnte Marchese Antinori den Tignanello um ein vielfaches teurer verkaufen als Chianti classico.

Ab dem Jahr 1975 wurde dem Tignanello schliesslich 15% Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc beigegeben. Was seinen internationalen Charakter noch weiter stärkte.

Inzwischen verkauft das Antinori-Weinimperium jährlich mindestens 220.000 Flaschen von seinem Flagschiff, der heute als IGT-Wein auf den Markt kommt.

Der Tignanello ist zum Vorbild für eine ganze Reihe weiterer Supertoskaner geworden, die nun in der ganzen Region produziert werden. Der Begriff steht inzwischen für Weine, die für sich beanspruchen, weit über der Qualität des Appelationsdurchschnittes zu liegen.