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Badia a Coltibuono

Die Badia a Coltibuono, die „Abtei der guten Ernte“, liegt etwas nördlich des Winzerdorfes Gaiole und zählt zum Eindrucksvollsten, was der toskanische Weinbau zu bieten hat. Die vergangenen 1.000 Jahre scheinen an der 1051 vom Vallombrosa- Orden gegründeten Badia beinahe spurlos vorübergegangen zu sein.

Wunderschön in die bewaldeten Hügel des südlichen Chianti Classico-Gebietes eingebettet, präsentiert sich der kleine Weiler, der sich aus ein paar Bauernhöfen, einer Olivenpresse, dem Weingut, dem Refektorium und dem alles überragenden Wehrturm zusammensetzt, heute noch fast genauso wie im Mittelalter. Im 15. Jahrhundert fiel die Abtei unter die Schutzherrschaft des mächtigen Lorenzo de Medici, 300 Jahre später wurde sie von Napoleon säkularisiert. Die Familie der heutigen Eigentümerin Emanuela Stucchi-Prinetti ist auf Badia a Coltibuono seit 1846 zu Hause. Ihr ist es zu danken, dass die Badia nicht nur für ihre eindrucksvolle Lage und ihre lange Geschichte berühmt ist, sondern vor allem für ihre erstklassigen Weine. Es gibt keinen italienischen Weinführer, in dem sie nicht mit höchsten Bewertungen geführt wird, und keinen Weinkritiker, der sich nicht voller Respekt und Wertschätzung über die Badia a Coltibuono äußert.

Kellermeister im Hause Coltibuono ist Emanuelas Bruder Roberto Stucchi-Prinetti, der mit sehr viel Hingabe autochthone Rebsorten pflegt. So ist es bei den Chianti-Weinen der ´Badia a Coltibuono` üblich, den Sangiovese mit einem kleinen Anteil der lokalen Rebsorte Canaiolo zu ergänzen. Die Weinberge der Badia liegen in einer Höhe zwischen 250 und 320 Metern auf Süd-, Südost und Südwestlagen in unmittelbarer Umgebung der Abtei. Roberto und seiner Schwester gelingt es, Jahr für Jahr das Optimum aus den Trauben ihrer fast 60 Hektar Rebfläche herauszuholen. Sie haben die Badia a Coltibuono mit großem Geschick und Traditionsbewusstsein zu einer Bastion des toskanischen Terroirs ausgebaut und sich damit nicht nur den Respekt ihrer Nachbarn, sondern die Hochachtung von Weinexperten rund um den Globus erworben.

Als logische Konsequenz ihrer Terroir-Philosophie empfinden Emanuela und Roberto ihre Hinwendung zum biologischen Anbau, auf den sie seit einigen Jahren umstellen. Sie machen zwar kein großes Aufsehen darum, aber sie nehmen die für Boden und Reben schonende Wirkung des ökologischen Weinbaus auf die Qualität ihres Rebgutes sehr ernst. Der fabelhafte 2003er Chianti Classico ist der erste Wein der Badia a Coltibuono, der vollständig aus biologischem Rebgut gekeltert wurde. Wenn man von der Badia a Coltibuono schreibt, darf ein Name nicht unerwähnt bleiben, nämlich der von Emanuelas Mutter Lorenza de Medici, der wahrscheinlich berühmtesten Köchin Italiens. Mit ihren unzähligen Kochbüchern und Fernsehshows, die zum überwiegenden Teil in der großen alten Küche der Badia geschrieben bzw. aufgezeichnet wurden, hat sie Millionen von Feinschmeckern rund um den Globus mit den Vorzügen guten Essens bekannt gemacht.

Es ist sogar davon auszugehen, dass Lorenza einen nicht unerheblichen Anteil an der großen Popularität der„Cucina Italiana“ außerhalb der Grenzen ihrer italienischen Heimat hat. Wer sich der Badia a Coltibuono als Tourist nähern möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Große Teile der Abtei und die romanische Kapelle sind der Öffentlichkeit von März bis Oktober zugänglich und einen Besuch allemal wert. Die vorzüglichen Weine der Badia a Coltibuono lassen sich bei einem typisch toskanischen Mahl in der Osteria der Abtei, die von einem weiteren Bruder Emanuelas geleitet wird, an Ort und Stelle genießen.

Unsere Weine von Badia a Coltibuono finden Sie hier ...